Wenn ich schon
Allgemeines 1 Kommentar »in Deutschland bin, dann kann ich auch meinem Unmut über die Regierung Luft machen….
deshalb:

Schluss mit der Atomkraft
in Deutschland bin, dann kann ich auch meinem Unmut über die Regierung Luft machen….
deshalb:

Schluss mit der Atomkraft

Mühlen mahlen meist langsam
doch noch weis man nicht, mit welchem Ergebnis bei dem Mahlvorgang innerhalb der namibischen Bürokratie gerechnet werden darf. Wird überhaupt ein Visum für mich bewilligt und wenn ja, für welchen Zeitraum? Viele spannende Fragen, die auf eine Beantwortung warten.
In Otjiwarongo geht die Arbeit unterdessen weiter. Es werden weiter Toiletten produziert und gebaut. Im Juli wurde das Projekt durch die Europäische Union evaluiert. Obwohl weder Peter noch ich anwesend waren, erhielt das Trockentoiletten-Projekt ausgesprochen gute Noten. In allen Bereichen wurde es in dem nun vorliegenden Monitoring-Report mit gut bis sehr gut bewertet. Ein großer Erfolg nicht nur für die Technologie der Otji-Toilette und die Umsetzung des Projektes, sondern insbesondere auch für unsere KollegInnen in Otjiwarongo, die das Projekt gegenüber dem Evaluationsteam zu vertreten hatten.
auf mein Arbeitsvisum geht weiter. Aber ich bin nicht alleine mit dem Problem, denn erst gestern konnte man in der AZ lesen, dass viele Betriebe in Namibia ihre wirtschaftliche Entwicklung durch die restriktive Visaerteilung (im Prinzip werden zurzeit so gut wie keine Arbeitsvisa bewilligt) behindert sehen. Das ist zwar kein rechter Trost, macht mich aber zu einem Fall von Vielen. Zudem ist der Sommer in Deutschland mit viel Sonnenschein gesegnet und vorläufig kann ich auf die kalten und langen Nächte in Namibia noch gut verzichten.

Tröten für Deutschland ( Marktplatz in Darmstadt)
Obwohl der Frust wegen der verweigerten Visa zunächst tief saß, der geniale Sommer in Deutschland entschädigt dafür mehr als reichlich. Keine kalten Winternächte mehr, dafür Sommer, Sonne, Schwimmbad, Public Viewing und viel Spaß mit den Freunden.
So sitze ich also in einer Warteschleife, die durchaus erträglich ist und bin gespannt, ob und wann man mich wieder nach Namibia lässt.
Selbst wenn die zugesagte Unterstützung der deutschen Botschaft und der EU etwas bewirken sollte, die Bürokratie in Namibia hat keine Eile, schon gar nicht, wenn es um Visa für Europäer geht. Die Ablehnung meines Pensionär-Visums hat man mir 15 Monate nach der Antragstellung mitgeteilt. Schnell geht anders. Und der Neuantrag meines Arbeitsvisums (das Letzte wurde mit der Begründung abgelehnt, dass wir Namibier einstellen sollten) wird voraussichtlich mindestens zwei Monate Bearbeitungszeit benötigen. Ob am Ende der Bearbeitung ein Ja oder ein Nein stehen wird, ist ungewiss, denn das Ministerium ließ sich auch beim letzten Antrag nicht davon beeindrucken, dass ich ehrenamtlich arbeite und auf dem namibischen Arbeitsmarkt keine qualifizierten Kräfte zu bezahlbaren Gehältern zu finden sind.
Doch solange das Wetter so schön ist und die deutschen Fußballer so gut spielen, fiebere ich mehr dem nächsten WM-Spiel, als meinem Visum entgegen.