Endlich wieder positive Neuigkeiten aus Otjiwarongo

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Lange war es ruhig hier im Blog. Das lag zum Einen daran, dass ich mit meiner „Aufgabe“ als Großvater beschäftigt bin, dazwischen ein wenig durch die Wüste (Rub al Khali im Oman) wanderte und zum Anderen daran, dass die Nachrichtenlage aus Otjiwarongo eher als dürftig zu bezeichnen war.

Seit einiger Zeit gibt es jedoch wieder Positives aus Otjiwarongo zu berichten. Die Auftragslage für die Otji-Toiletten bessert sich zusehends. So werden nun 60 Selbstbausätze nach Drimiopsis geliefert und dort von im Clay House Project geschulten Fachkräften aufgestellt.

Auch die Hoachanas Soup Kitchen (ein aus Deutschland gefördertes soziales Projekt) in der Nähe der Bitterwasser Lodge hat 7 Selbstbausätze geordert. Hier zeigt sich nun, dass die bisher durchgeführten Schulungsmaßnahmen der richtige Weg waren, um die Verkäufe der Otji-Toiletten voran zu bringen, denn auch Wimsa (Working Group of Indigenous Minorities in Southern Africa) hat 6 weitere Bausätze geordert. Mit den Otji-Toiletten will Wimsa die Lebensverhältnisse einer San-Gemeinde verbessern.

Außerdem werden demnächst durch Eco Solutions cc einige Otji-Toiletten in einer Goldmine in der Nähe von Otjiwarongo gebaut, zusätzlich gibt es eine ganze Reihe von Anfragen von interessierten Firmen.
Eine Anzeigenaktion, die noch in dieser Woche gestartet wird, soll für weitere Nachfrage sorgen.

Die Privatisierung der Produktion der Otji-Toilette (Eco Solutions als Produzent) kann aus heutiger Sicht als Erfolg gewertet werden, da sich der Betrieb aus eigener Kraft finanzieren kann und damit die Nachhaltigkeit der Projektes gesichert ist.

1. Trainingskurs für das Landwirtschaftsministerium beendet

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Trainingsgruppe mit Anleitern

Trainingsgruppe mit Anleitern

Ende April wurde der 1. Trainingskurs für Mitarbeiter des Landwirtschaftsministeriums (Ministry of Agriculture, Water & Forestry) abgeschlossen.
In sieben einwöchigen Lehrgängen werden insgesamt 150 Fachkräfte mit dem Bau und der Instandhaltung der Otji-Toilette vertraut gemacht. Während der sieben Trainingseinheiten entstehen in Otjiwarongo 34 neue Toiletten und verbessern damit die sanitäre Versorgung der lokalen Bevölkerung.
Die KursteilnehmerInnen kommen aus allen Regionen Namibias und werden nach erfolgter Ausbildung in der Lage sein, selbstständig weitere Toilettenbaumaßnamen durchzuführen und anzuleiten. Auf diese Weise wird die Verbreitung der Trockentoilettentechnologie, besonders in den ländlichen Regionen Namibias, nun hoffentlich schneller als bisher vorankommen.
Entsprechend der nationalen “Sanitation Strategy” ist in den ländlichen Gebieten der Einsatz von Trockentoiletten die einzig finanzierbare Möglichkeite um die Bevölkerung mit  einem Sanitärsystem zu versorgen, das hygienisch, einfach zu warten und bezahlbar ist.
Eine erst kürzlich fertiggestelle Evaluierungsstudie der Universität Freiburg hat ergeben, dass die Otji-Toilette unter den auf dem Markt befindlichen Trockentoilettensystem am besten abschneidet. www.otjitoilet.org/downloads/Dry Sanitation Study Namibia 2011.pdf

Lodgegäste sponsern Otji-Toiletten

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Segelflugzentrum Bitterwasser Lodge

Segelflugzentrum Bitterwasser Lodge

Gäste der Bitterwasser Lodge haben für die Belegschaft der Lodge, die zugleich ein bekanntes Segelflugzentrum ist, insgesamt 10 Otji-Toiletten mit moderner Urintrennungstechnologie gespendet. Die Toiletten auf der Bitterwasser Lodge, die in der Nähe Hoachanas, im Süd-Osten Namibia gelegen ist, sollen bis Ende Januar fertiggestellt sein.
Die erfreuliche Initiative, welche die sanitären Verhältnisse für die nahe der Lodge wohnenden MitarbeiterInnen entscheidend verbessern wird, ist sehr begrüßenswert und sollte durchaus Schule machen.

Wie mir Peter Arndt mitgeteilt hat, erhielt EcoSolution CC kürzlich auch einen Auftrag zur Produktion von Spielgeräten für das Multi Purpose Centre in Otjiwarongo. Die verschiedenen Spielgeräte (Schaukeln, Wippen, Klettertürme) werden von der niederländischen Gemeinde Hoisten finanziert.

Steil aufwärts geht es

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Otji-Toilette (mit Dusche) in Leogane

Otji-Toilette (mit Dusche) in Leogane

mit der Anzahl der auf Haiti gebauten Otji-Toiletten. Bisher wurden im Rahmen verschiedener Hilfsprojekte bereits 145 Toiletten fertig gestellt. Bis Mitte Februar sollen weitere 55 Toiletten übergeben werden. Ein großer Teil der Toiletten wird in Kooperation des EcoSur-Netzwerkes mit der Organisation „Habitat for humanity“ in der Ortschaft Leogane installiert. Der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter ist einer der Förderer des Projektes. Carter zeigte sich bei einem Besuch vor Ort begeistert von den ökologischen Vorzügen der Otji-Toilette.

Anders als in Namibia sind die Toiletten in Leogane mit einem Duschraum ausgestattet, der für die Nutzer eine zusätzlichen Komfort bietet. Auch wenn in den Duschen (außer bei Regen) kein fließendes Wasser vorhanden ist, stellt die kombinierte Toiletten- und Duschanlage doch eine gewaltigen hygienischen Fortschritt für die Bevölkerung in den ländlichen Regionen Haitis dar.
Auch in Haiti sind die Otji-Toiletten mit der von EcoSur und Peter Arndt gemeinsam  entwickelten Urintrennungstechnologie ausgerüstet. Die kombinierten Dusch- und Toilettenhäuser in Haiti, werden im Gegensatz zu Namibia, aus vorgefertigten Betonteilen gebaut. Durch diese auf Kuba entwickelte Technologie können nun Sanitäranlagen in Katastrophengebieten innerhalb relativ kurzer Zeit errichtet werden und so die Lage der betroffenen Bevölkerung verbessern.


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